Sieben Trends, die den Arbeitsplatz der Zukunft prägen

Das Büro ist überall, mobiles Arbeiten wird zum Standard – und neue Formen der Zusammenarbeit gewinnen an Bedeutung: Sieben Entwicklungen verändern die Art und Weise, wie wir in Zukunft arbeiten werden. Erfahren Sie, wie sich IT-Verantwortliche schon heute auf diese Trends einstellen können.

Work is not a place: In immer mehr Berufen wird Arbeit nicht mehr durch die Anwesenheit an einem festen Ort definiert. Viele Unternehmen verabschieden sich mittlerweile von der starren Präsenzkultur und lassen ihre Mitarbeiter selbst entscheiden, wo und wann sie ihre Aufgaben erledigen. Am Ende zählt die Leistung, die die Mitarbeiter für das Unternehmen erbringen. Voraussetzung für diesen Kulturwandel sind IT-Lösungen, mit denen Anwender tatsächlich von jedem Ort aus produktiv arbeiten können.

Klassische Büro-Strukturen lösen sich auf: Auch innerhalb der Unternehmen sind Arbeitsplätze häufig nicht mehr an einen festen Schreibtisch gebunden. Büros werden stattdessen als flexible Arbeitsbereiche organisiert, in denen sich die Mitarbeiter je nach Situation ihren Platz suchen. Anwender können sich immer wieder neu gruppieren, um gemeinsam mit Kollegen an Projekten zu arbeiten – oder sich für ungestörtes Arbeiten in kleinere Räume zurückziehen. Mit flexiblen Office-Konzepten – und ebenso flexiblen IT-Strukturen – fördern Unternehmen nicht nur die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, sondern sparen in der Regel auch Bürofläche und damit erhebliche Miet- und Betriebskosten.

Arbeitszeitmodelle werden noch individueller: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in der Arbeitswelt der Zukunft eine Schlüsselrolle spielen. Gerade die jungen Talente der „Generation Y“ legen oft genauso viel Wert auf eine angemessene Work-Life-Balance wie auf Karriere- und Gehaltsperspektiven. Für die IT heißt das: Sie muss sichere und flexible Zugriffsmöglichkeiten schaffen, die jedes Arbeitsplatzszenario abbilden. Damit wird das Unternehmen als Arbeitgeber für hochqualifizierte Fachkräfte attraktiver.

Anwender organisieren Ihren Arbeitsplatz zunehmend selbst: Mitarbeiter erwarten heute, dass sie schnellen Zugriff auf alle Anwendungen erhalten, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Wenn die IT-Abteilung wichtige Werkzeuge nicht zur Verfügung stellt, werden Anwender selbst aktiv und greifen beispielsweise auf kostenlos verfügbare Web-Anwendungen und Cloud Services zurück. Die IT muss sich auf das veränderte Nutzerverhalten einstellen – zum Beispiel mit Self-Service-Angeboten wie Enterprise App Stores. Außerdem sollten Business-taugliche Lösungen für Aufgaben wie Filesharing, Online-Meetings und Teamwork bereitstehen, damit Anwender nicht auf potentiell unsichere Alternativen ausweichen.

Mobiles Arbeiten wird zum Standard: Experten zählen heute bereits jeden dritten Mitarbeiter in Unternehmen zu den „mobilen Anwendern“ – und die Anzahl der Beschäftigten, die zumindest einen Teil ihrer Aufgaben von unterwegs erledigen, steigt kontinuierlich an. Aktuelle Studien zeigen auch, dass Anwender mittlerweile häufiger mit dem Smartphone auf E-Mails und Web-Anwendungen zugreifen als mit ihrem PC. Das Management mobiler Endgeräte, Apps und Daten ist daher künftig einer der wichtigsten Aspekte jeder IT-Strategie.

Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen: Flexible Arbeitsmodelle aber auch die zunehmende Nutzung privater Mobilgeräte für berufliche Aufgaben („BYOD“) sorgen im Alltag für fließende Übergänge zwischen Arbeit und Privatleben. Wenn es um die Sicherheit von Firmendaten geht, ist jedoch eine klare Trennung der beiden Bereiche notwendig. So sollten zum Beispiel Business-Apps immer in geschützten Umgebungen auf dem Mobilgerät des Anwenders ausgeführt werden. Ganz gleich, ob das Unternehmen auf ein BYOD-Konzept setzt oder firmeneigene Endgeräte zur privaten Nutzung freigibt („Corporate owned, personally enabled“ = COPE) – die IT-Abteilung darf die Kontrolle über sensible Daten nicht aus der Hand geben.

Vielfältige Formen der Zusammenarbeit etablieren sich: Outsourcing-Modelle und die enge Zusammenarbeit mit externen Beratern und Dienstleistern gehören heute bereits in vielen Organisationen zum Alltag. Neue Technologien eröffnen in diesem Bereich künftig viele weitere Möglichkeiten. Mit immer fortschrittlicheren Lösungen für die Online-Zusammenarbeit lassen sich noch einfacher die am besten für ein Projekt geeigneten Spezialisten zusammenziehen. Die Herausforderung für die IT: Sie muss in der Lage sein, auch anspruchsvolle IT-Anwendungen wie zum Beispiel Entwickler-Tools oder CAD-Applikationen an jedem Ort zur Verfügung zu stellen. Das geistige Eigentum des Unternehmens darf dabei nicht gefährdet werden. Sensible Informationen – wie zum Beispiel Konstruktionsdaten – müssen bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern umfassend geschützt werden.